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berührung als metapher? zu takt/il
kenji oellet hatte im vorfeld seiner aufführung eigentlich die ganze zeit mit erklärungen zu tun, was seine arbeit NICHT ist; auch freund willy hatte ja hier in einem beitrag von sex gesprochen und ein gewisses misstrauen ausgedrückt. die performance wurde --
"... am körper aufgeführt."
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(auftritt meine und deine einsamkeit)
"imagine me to be there" -- das ist eine aufforderung, die das tabu eines jeden theater-textes bricht, in dem sich der autor normalerweise in pure lebendigkeit aufzulösen hat -- für diese auflösung erkauft er sich allerdings eine gewisse macht über die phantasie der anderen und ihre vorstellung vom menschen. -- dieses tabu, das eigentlich etwas absurdes, vielleicht sogar unmenschliches ist, zog sich durch die gesamte aufführungen in der (körperlichen) aufforderungsgeste, sich eine bühnensituation vorzustellen, die teilweise dem tatsächlichen raum entsprach, teilweise nicht.
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Hier wie da.
An epic drama of adventure and exploration. Odyssee 2010? Episches Drama im Zeitraffer im weißen Winkel. Tür-auf-Tür-zu-Stück. Verwirrend komisch. Am Ende ist alles beim Alten. Beinahe aber nur, weil doch verrückt. Entrückt starrt auch das Publikum. Auf den kakophonen Rhythmus der Metronome, die, wie gute Uhren in den Wohnung alter Menschen, auf ihren Tod warten. Den eigenen und den ihrer Menschen. Beobachtet wird das Publikum von Kinderwagenmenschen aus dem Viertel. Vielleicht waren es es die zuvor tanzenden Frauen vom Nachbarschaftsfest in der Hafenstraße, wo man mir strahlend iranisch Köstliches gereicht hatte. Musik und Tanz.
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(freitag. sommer. hafentrasse)
ich könnte dieser tage nicht akzeptieren, wenn mir jemand weismachen wollte, der sommer wäre nur eine zeit, verbunden mit einem wetter. "der sommer" -- das ist das wort für eine bewusstseinsform ...-- oder in der sprache der choreographie vielleicht: eine bestimmte qualität unserer bewegungen: sucht die balance im suchen, liebt das unbestimmte. vergisst schnell, erinnert leicht. (ich muss später darauf zurückkommen.)
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16:52
Wie möchte ich sein? - Entzückbar. Heute Abend für immer.
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Wie ein kleines Mädchen.
Ich sitze wie ein kleines Mädchen auf dem Hof. Schaue auf den riesigen, weißen Winkel. Sollte es in der kommenden Nacht regnen, quilt er auf. Gerät aus der Form. Habe ich aufgeschnappt. Es regnet aber nicht. Vom Himmel herab schneidet die Sonne präzise, scharfe Muster in Hinterhöfe der Hafenstraße. Ich bin ungeduldig, möchte, dass es losgeht. Die kurze Zeit bis dahin - dass es losgeht - ist nach wie vor schwer auszuhalten. Das kenne ich schon. Nun probe ich die Alternative. Warte. Sie wollen wissen, was der riesige, weiße Winkel ist? Ich auch.
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(abends. im thai-palast)
ein dicker herr: ach, hallo -- sind das alles studenten? sie: künstler. ein dicker herr: und welche kunst? sie: performance-art. ein dicker herr: (nippt am bier, über den glasrand) theater dann? sie: (versucht, sich mit den händen ausdruck zu verschaffen) nein -- ein dicker herr: was ist performance? sie: (schwebende hände) man kann das so oder so machen -- ein dicker herr: ... ? sie: (schwebende hände) ja, also kommt auf die fragestellung an und wie man die bühne begreift und ob man die bühne begreift und was man als körper ansieht und was das bedeutet -- ein dicker herr: und wo? sie: (schaut auf ihre geöffneten handflächen, entspannt) zeitraumexit in der hafenstrasse. ein festival findet dort statt. freitag und samstag.
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Herzlich willkommen.
Schatten werfen ihre Ereignisse voraus. Und die Wahrnemung wird auf die Probe gestellt. Alexander Giesche und Lea Letzel sind da. Mit Bus und Florian. Sie laden aus. Bauen auf. Was einmal eine Reflexion werden soll. Über die Zeit. Alles zusammen verstärkt meinen alten, weil kindlichen, Gedanken, dass die Schau schon vor dem Publikumseinlass beginnt. Vorstellung eben. Wenn ich Sie wäre, wäre ich schon hier. Bin ich auch schon. Herzlich willkommen.
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frisch eingetroffen.
frisch eingetroffen! bin ich im zeitraum. Sitze als Gastschreiber in einem Büro, das geräumt werden wird, um Raum zu sein für Takt/il: "Eine Performance über und zum Tastsinn. Ein Besucher trifft auf einen Performer." 10 Minuten allein in einem dunklen Raum. Alleinzusammen mit einem Fremden. Und dann? Sex? Angst? Nichts? ... ich bin skeptisch. Vielleicht aber ist es auch schon die Angst. Vor dem Sex im Nichts. Morgen um 19 Uhr.
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zeitraumexit bleibt!
wollte nur anmerken...aufgrund des Beschlusses des Gemeinderates...und der Stiftung...nach dem Bangen und Hoffen...
SCHÖN, DASS ZEITRAUMEXIT BLEIBT!
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