Anticool, "Vicious circle exercise", WdP 2004
Hina Strüver, "Castle", WdP 2004
Tatsumi Orimoto, WdP 2006
She She Pop; "Für alle", WdP 2006
Oßwald/Sautermeister, "Happiness", WdP 2006
Friederike & Uwe, "Wasserturm", WdP 2004
Stefan Kaegi, "Staat. Ein Terrarium", 2002
Yvette Coetzee, WdP 2005
Yvette Coetzee, "Fantastische Möglichkeit", WdP 2005
Far A Day Cage, "Odysseus", WdP 2005
Antonia Baehr, "Lachen", Wunder der Prärie 2008
Stan's Cafe, "Of all the People ...", WdP 2005
Hina Strüver, "1:10", Wunder der Prärie, (WdP) 2007
Stan's Cafe, WdP 2005
Itsaso Iribarren, "I like when you don't speak", 2006
Ines Dunemann
EX!T, "f.a.q.", 2004
Pandora Pop, "So darling ...", 2006

Künstler demonstrieren im Stadthaus

in

Mannheimer Morgen, 11.12.09

Kulturpolitik: Vor interner Ausschusssitzung öffentliche Debatte um Förderung für die "Freie Szene" verlangt

Künstler demonstrieren im Stadthaus
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Sie forderten auf Plakaten "mehr Raum für Kunst" und mehr Zuschüsse für freie Künstlerinitiativen - aber eingelassen in den Raum, das wurden sie nicht: Vor der Sitzung des Kulturausschusses des Gemeinderates, bei der gestern die Öffentlichkeit ausgeschlossen war, demonstrierten rund 50 Künstler und Vertreter der sogenannten "Freien Szene" im Stadthaus N 1 und bildeten vor dem Raum ein Spalier.

"Falsche Erwartungen"
Eigentlich hatten sie erwartet, dass die Förderung der "Freien Szene" auf der Tagesordnung steht und damit in dem Gremium um ihre Zukunft, ja ihre Existenz gerungen wird. Die Stadträte Gerhard Fontagnier und Miriam Caroli (Grüne) appellierten daher bereits am Mittwoch mit einem "Offenen Brief" an Kulturbürgermeister Michael Grötsch, diesen Tagesordnungspunkt öffentlich zu behandeln und den betroffenen Künstlern "zumindest grob zu berichten, welche Ideen und Pläne es zu diesem Thema seitens Ihres Dezernates gibt."

Grötsch kam eigens früher zu der Ausschuss-Sitzung, um sich vorher dem Gespräch zu stellen. "Ich entziehe mich keiner Diskussion", versicherte er den Demonstranten, die teilweise - als sogenannte "sachkundige Einwohner" - auch selbst dem Ausschuss angehören. Rein rechtlich sei es aber nicht mehr möglich, zu einer nur intern eingeladenen Sitzung auch die Öffentlichkeit dazuzubitten - und es wäre auch gar nicht sinnvoll gewesen, stellte der Dezernent klar: "Man hätte falsche Erwartungen geweckt!" Auf der Tagesordnung stand nämlich nur ein Antrag der Grünen, die Förderung der "Freien Szene" zu debattieren. Die Verwaltung werde dazu eine Stellungnahme erarbeiten, die dann am 4. Februar auf die Tagesordnung kommt - in öffentlicher Sitzung, wie Grötsch zusicherte: "Ich finde ja positiv, dass die Leute sich so engagieren", so der Dezernent: "Ich weiß auch, dass die Szene chronisch unterfinanziert ist und will, dass sich da etwas bewegt", betonte er auf Anfrage. Nötig sei dafür indes "eine breite Basis im Gemeinderat".

Die Mitglieder diverser Künstlerinitiativen hielten Grötsch vor, eine Beratung Anfang Februar sei zu spät - da die Fraktionschefs schon Ende Januar zum Etat Stellung nehmen. Sie regten an, schon vor der Ausschusssitzung in einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung die Kulturförderung zu erörtern