Far A Day Cage, "Odysseus", WdP 2005
Friederike & Uwe, "Wasserturm", WdP 2004
Antonia Baehr, "Lachen", Wunder der Prärie 2008
Stan's Cafe, WdP 2005
She She Pop; "Für alle", WdP 2006
Stefan Kaegi, "Staat. Ein Terrarium", 2002
Pandora Pop, "So darling ...", 2006
Ines Dunemann
EX!T, "f.a.q.", 2004
Hina Strüver, "Castle", WdP 2004
Itsaso Iribarren, "I like when you don't speak", 2006
Tatsumi Orimoto, WdP 2006
Hina Strüver, "1:10", Wunder der Prärie, (WdP) 2007
Anticool, "Vicious circle exercise", WdP 2004
Yvette Coetzee, "Fantastische Möglichkeit", WdP 2005
Stan's Cafe, "Of all the People ...", WdP 2005
Yvette Coetzee, WdP 2005
Oßwald/Sautermeister, "Happiness", WdP 2006

Warum wandern Künstler aus Mannheim ab

Mannheim, 30.10.09

Sehr geehrter Oberbürgermeister Kurz und sehr geehrter Bürgermeister Grötsch,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Die von Ihnen genannten Zahlen sind mir bekannt und dass jede Kommune unter den Folgen der so genannten Finanzkrise zu leiden hat ist mir ebenfalls bekannt!
Ich kann nur an Sie appellieren, nicht auf dieser Argumentationslinie zu verharren – es gibt doch in Mannheim schon sehr lange, lange vor der Finanzkrise, eine völlig minder bemittelte Förderung der, wie Sie es nennen „freien Szene“. Unter anderem dadurch konnte sich nie eine wirklich vielfältige freie Szene entwickeln! zeitraumexit ist hier nur eine der sehr wenigen Positivbeispiele.

Schauen sie doch einmal was sich dagegen beispielsweise in Stuttgart entfaltet hat.
Lange lange vor der Finanzkrise hat Mannheim stets mit hohem Engagement „sein“ Nationaltheater finanziell großzügig unterstützt (ich war selbst jahrelang fest dort engagiert, kenne also auch hier die Zahlen) und nun nach der Finanzkrise wird es immer noch sehr gut finanziell unterstützt!
Übrigens kenne ich weitere Zahlen, z.B. dass das Filmfestival mit 372 400 Euro unterstützt wird.
Ich nehme Ihre Antwort sehr frustriert auf, Sie wissen vielleicht ja, dass viele darstellende Künstlerinnen und Künstler aus Mannheim abwandern, was meinen Sie denn eigentlich warum?
Ich kann als freie Regisseurin trotzdem hier wohnen, trotz wenig Arbeitsmöglichkeit und in Stuttgart, Darmstadt usw. arbeiten – das ist bei Schauspielern nicht so einfach möglich.
Ich bitte Sie nehmen Sie uns Künstlerinnen und Künstler ernst, speisen Sie mich nicht mit Standard Antworten ab. Nicht nur weil wir zu Ihren so gerne erwähnten Wählern gehören, sondern weil wir eine Stadt lebenswerter gestalten können – wenn Firmen neue Standorte ermitteln, suchen sie heute diese Standorte auch nach Faktoren aus die auf hohe Lebensqualität in dieser Region hinweisen, das ist Ihnen sicherlich bekannt.
Wollen Sie wirklich, dass Mannheim sich zur Kulturhauptstadt bewirbt??? Waren Sie in letzter Zeit einmal in Essen – in mancherlei Hinsicht könnte Essen vielleicht vergleichbar sein mit Mannheim, in einer Hinsicht sicher nicht – dort gibt es eine sehr lebendige und interessante „freie“ Szene!
Mit freundlichen Grüßen
Annette Dorothea Weber