She She Pop;
Yvette Coetzee, WdP 2005
EX!T,
Itsaso Iribarren,
Yvette Coetzee,
Stefan Kaegi,
Far A Day Cage,
Hina Strüver,
Anticool,
Tatsumi Orimoto, WdP 2006
Oßwald/Sautermeister,
Ines Dunemann,
Stan's Cafe,
Stan's Cafe, WdP 2005
Friederike & Uwe,
Antonia Baehr,
Pandora Pop,
Hina Strüver,

Dear friends of zeitraumexit,

At the moment, we face the biggest challenge since our formation in April 2000. 2007, we moved into the premises of the Kauffmannmühle in the Jungbusch district. There haven’t existed any alternative venues and there are none today. Funding which ensured our rent and a big part of our general expenses will be withdrawn in 2010. This endangers our existence, if the municipality of Mannheim will decide against supporting zeitraumexit. Up till now, we have been financed by 85% by donations, membership fees, and sponsoring.

Shouldn’t now be the time to grant zeitraumexit a financial basis on which we can develop?

Please let us know your opinion! About zeitraumexit, the independent art scene, the cultural policy of Mannheim. You may write a personal blog, upload pictures and even videos for example from Youtube.

Thank you for your contribution!

Gabriele Oßwald, Wolfgang Sautermeister, Tilo Schwarz
(art directors of zeitraumexit)

Mehr Geld für die Freie Szene - Der erste Schritt

Am 4. Februar tagte der Kultur-Ausschuss und beriet unter anderem über die Vorbereitung einer Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt sowie über das Rahmenkonzept zur Förderung der Freien Szene 2010 und 2011.
In seiner Mehrheit unterstützte der Ausschuss den Einsatz eines zusätzlichen Fonds von 475.000 € zur Unterstützung der Freien Szene und gab dies auch als Empfehlung an den Gemeinderat weiter, der vom 1. – 3. März über den Haushalt der Stadt Mannheim 2010/2011 beraten und beschließen wird.

In diesem Fonds sind 95 .000 € für zeitraumexit enthalten. Damit haben wir die absolute Schmerzgrenze erreicht. Unterhalb dieser Summe wäre eine weitere Arbeit nicht mehr möglich. Für dieses Jahr bedeutet das jetzt schon, dass wir kein "Wunder der Prärie" ausrichten können: in dieser kurzen Zeit bis September läßt sich das fehlende Geld nicht mehr akquirieren und zur Vorbereitung ist alles viel zu knapp geworden. Die langen Entscheidungswege bringen so etwas mit sich. Aber wir könnten weiter arbeiten, wir könnten ein gutes Programm machen und 2011 wieder mit den "Wundern" leuchten!

Wir hoffen sehr, dass sich auch der Gemeinderat dieser Entscheidung des Kultur-Ausschusses anschließen wird. Damit wäre ein erster Schritt gemacht, das eklatante Missverhältnis zu ändern zwischen der Förderung der großen städtischen Kulturbetriebe und der Freien Kunst resp. Szene.

Das wäre eine dringend notwendige Maßnahme,

4. Februar: Zum Kulturausschuss 16 Uhr und dann zu zeitraumexit um 20 Uhr

Am Donnerstag, den 4. Februar tagt um 16 Uhr der Kultur-Ausschuss im Stadthaus N1. Dieses Mal ist die Sitzung öffentlich.

Auf der Tagesordnung steht die Förderung der Freien Szene.

Dazu gibt es positives zu vermelden. Die Tatsache einer langjährigen dramatischen Unterfinanzierung der "Freien" hat die Stadtverwaltung nun endlich dazu bewogen, etwas mehr Geld für die Künstlerinnen und Künstler in die Hand zu nehmen. Auch zeitraumexit könnte mit erheblichen Einbußen überleben, wenn denn die politischen Vertreter sich ebenfalls zur "Freien Szene" bekennen.

Die Diskussion verspricht interessant zu werden!

zeitraumexit - aktuelles

Häufige Frage zur Spendenkampagne:

Was passiert mit dem Geld, wenn zeitraumexit schließen muss?

Grundsätzlich wird die gesamte gespendete Summe zur Bezahlung der der Miete verwendet. Desto mehr Geld mit den Spenden eingenommen wird, desto länger kann zeitraumexit weiter arbeiten.

Eine Schließung von zeitraumexit setzt voraus, dass wir Insolvenz anmelden. Dies können wir nur tun, wenn wir zahlungsunfähig werden, ergo .....

Außerdem: die Stadtverwaltung hat dem Gemeinderat einen Kultur-Haushalt vorgelegt, der eine Erhöhung der Gelder für die Freie Szene um 475.000 € beinhaltet (MaMo 28.1.2010). Ein Silberstreifen am Horizont.

Inside zeitraumexit - Spendenkampagne

RETTET ZEITRAUMEXITNoch immer ist unklar, wie zeitraumexit über den April 2010 hinaus weiter existieren kann. Die politische Entscheidung des Kulturausschusses und die des Gemeinderats stehen noch aus und die Verhandlungen über eine Reduktion der Miete haben noch kein positives Ergebnis gezeitigt.

Die Summen, um die es mittlerweile in den Gesprächen mit der Stadt geht, sind von uns auf das allernötigste reduziert worden. Wir tragen damit der Finanzlage der Stadt Mannheim Rechnung ungeachtet dessen, dass unsere eigene Finanzlage tatsächlich desaströs ist.

Beat Wyss über Kunst und Geld - Ökonomie und Kultur

Am 19. November 2009 demonstrierten mehrere Tausend in Stuttgart gegen die Einsparungen im Kulturhaushalt der Stadt Stuttgart.

Wir zitieren aus der Rede von Beat Wyss von der HfG Karlsruhe, um mit seinen Gedanken die Diskussion in Mannheim weiter zu befördern.

"Es ist mir bewusst, dass wir der Ära Späth keinen Gefallen tun, wenn wir sie unnötig idealisieren; denn eines ist schon klar: Zur selben Zeit, als Wirtschaft und Politik die Kunst entdeckten, kamen sie auf den Geschmack, mit Kultur Standortkommerz zu betreiben. Wo diese Verwertungsmentalität überhand nimmt, kommt es zur Abwanderung von Künstlern und Kunstrichtungen, die im Sinne des Stadtmarketings nicht direkt verwertungsfähig sind. In Stuttgart lässt sich dieser Krebsgang zynischer Kulturverwertung seit den 90er Jahren beobachten, als die wirtschaftsgläubige Stadt, so lange verwöhnt von ihrem kreativen Potenzial, viele Galeristen und Künstler, aber auch die Musikszene von Jazz zu Hip Hop, ins Rheinland und nach Berlin abziehen ließ.

In Kreisen von Politik und Wirtschaft herrschen folgende Irrlehren:

1. Kultur sei dazu da, als "weicher Standortfaktor" Produktion und Marketing zu begünstigen;

2. Kunst diene als Stimmungsluxus für die Vertreter der Chefetagen;

3. Die Künstler hingen am Tropf der Wirtschaft und hätten sich als Almosenempfänger dankbar nach der Decke zu strecken.

Diese naive Vorstellung vom Stellenwert der Kunst mag durchaus entlastend wirken, nährt sie doch die Illusion, dem Kulturbetrieb gegenüber herrsche Freiwilligkeit. Die Zuwendung und das Interesse für Kunst bestimmen sich nach der Tagesform ihrer Förderer. Diesem puritanischen Unsinn, so alt wie das Kunstsystem selber, gilt es immer wieder, mit hartnäckiger Geduld, entgegenzuhalten: Kunst ist der Schrittmacher des wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und sozialen Fortschritts.

Es geht um zukunftsorientierte Kultur

Mannheim, 26.12.2009

Sehr geehrter Herr Grötsch,

seitdem es das "zeitraumexit" gibt, wird von uns regelmäßig das einzigartige Angebot verfolgt, das weit über die Grenzen der Stadt Mannheims hinaus große Anziehungskraft entwickelt hat.

Mit Schrecken haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Mannheim, die sich als Kulturhauptstadt bewirbt, es riskiert, dass zukunftsorientierter Kultur die Existenz entzogen wird.

Mannheimer Morgen: Äpfel von Birnen trennen

in

Mannheimer Morgen, 12.12.2009

Hintergrund: Warum freie Szene nicht gleich Freie Szene ist - einige unangenehme Wahrheiten in Zeiten knapper Kassen

Äpfel von Birnen trennen
Von unserem Redaktionsmitglied Ralf-Carl Langhals

Schreibt man das F in freie Szene groß oder klein? Dies fragte neulich ein Korrektur lesender Kollege. In Mannheim wird es zumindest klein geschrieben, so viel ist sicher. Doch auch außerhalb orthografischer Spitzfindigkeiten herrscht häufig Ratlosigkeit oder gar bewusst falscher Klassifizierungsmut, denn im Chor der Armen und Benachteiligten singt jeder Kulturschaffende gerne mit.

Vorbild und Inspiration

Mainz, 10.12.09

Sehr geehrter Herr Dr. Kurz, sehr geehrter Herr Grötsch,

mit Bestürzung haben wir von der schwierigen finanziellen Situation von zeitraumexit e.V. erfahren.
Für uns, als wahrscheinlich jüngster Spielort für Performance Kunst in der Bundesrepublik, war die Arbeit von zeitraumexit e.V. immer Vorbild und Inspiration.
Beispielhaft in der Förderung junger Künstler und in seiner internationalen Bedeutung beweist zeitraumexit e.V., dass Kunst jenseits von gefälliger Eventkultur nicht elitär sein muss, und dass es für aufstrebende Künstler noch andere Orte gibt, an denen sie sich entwickeln können, als Berlin oder London.

Künstler demonstrieren im Stadthaus

in

Mannheimer Morgen, 11.12.09

Kulturpolitik: Vor interner Ausschusssitzung öffentliche Debatte um Förderung für die "Freie Szene" verlangt

Künstler demonstrieren im Stadthaus
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Sie forderten auf Plakaten "mehr Raum für Kunst" und mehr Zuschüsse für freie Künstlerinitiativen - aber eingelassen in den Raum, das wurden sie nicht: Vor der Sitzung des Kulturausschusses des Gemeinderates, bei der gestern die Öffentlichkeit ausgeschlossen war, demonstrierten rund 50 Künstler und Vertreter der sogenannten "Freien Szene" im Stadthaus N 1 und bildeten vor dem Raum ein Spalier.

Gerhard Fontagnier an Dan Ettinger (GMD Nationaltheater)

Mannheim, 11.12.09

Sehr geehrter Herr Ettinger,
wie Sie vielleicht - auch der heutigen Tagespresse (Mannheimer Morgen) entnommen haben, organisiert sich derzeit die freie Szene Mannheims.
Es zeichnet sich ab, dass der zuständige Bürgermeister Herr Grötsch im Entwurf für einen städtischen Haushalt, der am 22. Dezember 2009 dem Gemeinderat vorgestellt werden soll, keinerlei Gelder für die Entwicklung der freien Kunst und Kultur vorgesehen hat.

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